Vikos Schlucht: wandern am tiefsten Canyon der Welt

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Wer braucht schon den Grand Canyon, wenn die Griechen die tiefste Schlucht der Welt zu bieten haben? Du glaubst es nicht? Na dann pass mal auf!

 

Die Vikos Schlucht im Norden Griechenlands

 

hat 1997 genau diesen Titel vom Guinness Buch der Rekorde erhalten. Für die Berechnung dieses Weltrekordes wurde das Verhältnis zwischen Tiefe und Breite berücksichtigt.

Somit trägt diese gigantische Schlucht gleich zwei Titel. Denn die Vikos Schlucht zählt, zusammen mit dem Geopark Vikos-Aoös, auch noch zum UNESCO Naturerbe.

Weitere Fakten zur Vikos Schlucht

Lage: Pindos Gebirge im Nordwesten Griechenlands, zwischen den Dörfern Monodendri und Vikos | Länge: 10km | maximale Tiefe: Angaben schwanken zwischen 600 und 1.000 Metern

Des weiteren ist die Umgebung der Vikos Schlucht ein Paradies für Wanderer! Zahlreiche Wanderungen bieten sich hier an, von mittelschwer bis anspruchsvoll.

1. Wandern durch die Vikos Schlucht: 

Bevor man diese Tour angeht, sollte man sich gründlich informieren. Es handelt sich um eine 12 Kilometer lange One-way-Wanderung, die es in sich hat! Sie verläuft zwischen den Dörfern Monodendri und Vikos, also genau dort wo die Schlucht sich hindurchzieht. Und laut unseren Recherchen sollte man für diese Tour trittsicher und ausdauernd sein. Denn sie dauert um die sieben Stunden (in eine Richtung).

Für den Rückweg solltest du dir vorab Gedanken machen. Wenn du die Wanderung ohne Guide machst, der ansonsten für den Rücktransport sorgt, dann bleiben andere Alternativen: entweder nimmst du dir ein Taxi oder du fragst nett im Dorf (an einer Unterkunft oder Taverne) ob dich jemand abholen und zurückbringen kann.

Ansonsten bleibt nur der Rückweg per Pedes…und dafür musst du dann weitere 7 Stunden einplanen. Solltest du das wirklich vorhaben, dann miete dich lieber in einer Unterkunft auf der anderen Seite der Schlucht ein. So kannst du am nächsten Tag entspannt den Rückweg antreten und musst keine Angst haben, dass du es nicht vor Einbruch der Dunkelheit zurück schaffst.

Für uns kam diese Tour nicht in Frage. Zum Einen, weil wir am gleichen Tag noch weiter wollten und zum Anderen, weil wir uns die Vikos Schlucht von oben ansehen wollten.

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2. Wandern zum Aussichtspunkt Oxia:

Wir haben uns für diese Variante entschieden. Bei dieser Wanderung handelt sich um eine Rundtour. Start und Ziel liegen im Dorf Monodendri. Die Vikos Schlucht kann man sich dann am Aussichtspunkt Oxia ansehen.

Nachdem wir von unserer letzten Wanderung an den Meteora Klöstern wussten, dass griechische Wanderpfade nicht unbedingt markiert sind (zumindest nicht wie es uns bekannt ist), waren wir dieses Mal gerüstet!

Genauer gesagt mit der Wander-App Wikiloc*. Diese App kann man 14 Tage kostenlos testen, sie hat eine offline Funktion und gibt sogar eine Meldung wenn man vom Wanderweg abweicht. Also, perfekt für griechische Wandertouren!


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So starteten wir also am späten Morgen unsere Tour zum Oxia Aussichtspunkt. Wir waren überrascht als wir tatsächlich Wanderwegmarkierungen entdeckten! Der erste Anstieg war schon ziemlich heftig und der Weg führte uns entlang grossen Felsbrocken über eine Ziegenweide.

Nach einer Weile trafen wir dann auf den ersten Schnee. Denn der war auf diesen Höhenmetern noch nicht weggeschmolzen. Nachteil: wir konnten keine Wegmarkierungen mehr sehen! Diese befanden sich unter der weissen Schneedecke, die so herrlich in der Sonne glitzerte.

Nur gut dass wir die Wikiloc-App mit dabei hatten. So war es recht einfach dem Wanderweg, auch ohne sichtbaren Markierungen, zu folgen. Ein bisschen beängstigend war allerdings, dass wir keine Ahnung hatten was sich unter der Schneedecke befindet. Also mussten wir gut Acht geben, dass wir nicht einbrechen…

Dann erreichten wir eine Strasse. Etwas erleichtert waren wir schon. Denn die Stampferei durch den Schnee ist dann doch ganz schön anstrengend… Laut der Wander-App sollten wir der Strasse nun eine Weile folgen. Gesagt, getan!

Ein Schild mit der Aufschrift „Stone Forest“ erweckte unsere Aufmerksamkeit. Und tatsächlich…die Felsformationen um uns herum, wirken wie ein Wald voller grosser Steine. Richtig cool!

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Schnee in Griechenland?! Ja, auch das ist im Februar in gewissen Höhen noch möglich.

Ein wenig später sollten wir laut App wieder von der Strasse runter und in den Wald einbiegen. Da wir dort wegen dem Schnee aber absolut keinen Weg erkannten, entschieden wir uns den Rest des Weges auf der Strasse fortzusetzen.

Und dann waren wir endlich da… Ein Schild mit der Aufschrift „Oxia Viewpoint Vikos Gorge“ begrüsste uns und wir folgten dem Steinpfad hinunter bis zum Aussichtspunkt. Wow, was für eine geniale Aussicht! Das Ausmass der Vikos Schlucht ist gigantisch und mit dem menschlichen Auge kaum zu erfassen.

Zu gern hätten wir jetzt die Drohne steigen lassen. Doch die hatten wir gar nicht erst mitgenommen. Denn im gesamten Areal des Geoparks herrscht Drohnen-Flugverbot! Schade… Also mussten die Kameras herhalten und wir gaben unser Bestes, diese Eindrücke irgendwie auf Bild festzuhalten.

Das Schöne an einer Besichtigung der Vikos Schlucht im Februar ist, dass absolut niemand vor Ort ist. Keine Touristenmassen, die sich in Scharen an diesem Aussichtspunkt tummeln und Bilder schiessen. Einfach nur wir zwei allein… Grund genug um eine verspätete Mittagspause mit Picknick einzulegen.

Wenn man einen Moment inne hielt, war absolut nichts zu hören. Eine beeindruckende Stille herrscht im tiefsten Canyon der Welt. Nur ab und an hört man Steine in die Tiefe fallen, die sich von den Felswänden gelöst hatten. Allein das Geräusch lies mir einen kalten Schauder über den Rücken laufen…na hoffentlich laufen unten in der Schlucht keine Wanderer rum.

So langsam wurde es Zeit, sich wieder auf den Rückweg zu machen. Und da wir ja nicht wieder genau den selben Weg zurück in’s Dorf nehmen wollten, beschlossen wir diesmal komplett auf der Strasse zu bleiben. Denn viel Verkehr gab es hier nicht, da der Aussichtspunkt in einer Sackgasse endet.

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Unterwegs durften wir noch ein paar tolle Aussichten auf das gesamte Tal geniessen, bevor wir das Dorf Monodendri wieder von weitem erblicken konnten. Fast geschafft!

Am Ortseingang entdeckten wir dann noch eine Infotafel, die ein Kloster in 800 Metern ankündigte. Na wenn wir eh schon hier sind, dann wollen wir auch noch das Kloster sehen! Wir folgten einer gepflasterten Strasse bis zu einem Torbogen. Laut Wander-App sollte es gleich hinter dem Kloster Agia Paraskevi eine weitere schöne Aussicht auf die Vikos Schlucht geben. Also traten wir ein…

Der vordere Teil der Anlage ist verfallen. Wohnen tut hier schon lange keiner mehr. Der hintere Teil ist noch in Takt, jedoch schien niemand anwesend zu sein. Alles war menschenleer… Wir suchten den Weg zum nächsten Aussichtspunkt. An einer Treppe wurden wir fündig. Jedoch verhiess die Warntafel nichts gutes. Laut Google Übersetzer war die Rede von einer Sperrzone und einem Erdrutsch. Tatsächlich! Der Weg war mit dicken Felsbrocken versperrt. Soviel zum zweiten Aussichtspunkt. Doch alleine wegen der Aussicht an der Klosteranlage hatte sich der Extraweg schon gelohnt.

Nach gut sechs Stunden waren wir dann endlich wieder am Dorfparkplatz in Monodendri, wo wir unsere Betty am Morgen abgestellt hatten. Letztendlich hatte unsere Rundtour eine Länge von 15km, was für uns schon ganz ordentlich war.

Hätten wir nicht so viel Zeit mit Picknick und Bilder machen verplempert, dann hätten wir die Tour auch innerhalb von vier Stunden geschafft. Aber so ist das eben, wenn man als Blogger und YouTuber wandern geht…

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Das Kloster Agia Paraskevi an der Vikos Schlucht

Unser Fazit:

Die Vikos Schlucht ist sehr beeindruckend und wir können das gesamte Gebiet des Geoparks Vikos-Agoös empfehlen. Vor allem zum Wandern ist es ein perfekter Ort!

Wenn du die Strecke bis zum Aussichtspunkt nicht zu Fuss machen möchtest, dann kannst du natürlich auch mit dem Fahrzeug hinfahren! Am Ende der Strasse gibt es einen kleinen Parkplatz. Die letzten paar Meter musst du zu Fuss hinterlegen bevor du am Aussichtspunkt ankommst.

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