Venedig

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Auf den Spuren des Dolce Vita

Vor einigen Wochen planten wir unseren fünf-jährigen Hochzeitstag mit einem Kurztrip zu feiern. Allerdings hatten wir keinen Schimmer wohin es gehen sollte? Da das Budget limitiert war, beschlossen wir den billigsten Flug zu buchen, egal wo er uns hinführen würde… Gesagt, getan. Ein Hoch auf Ryanair…Venedig wir kommen!

Wir buchten uns also einen 39,- € Flug mit Ryanair und wählten uns das Alloggi Gerotto Calderan Hotel über www.hostelworld.com für 2 Nächte aus.

Jetzt, wo wir zurück sind, fragen wir uns, warum wir Venedig nicht schon viel früher besichtigt haben? Nun, die Antwort ist einfach und doch so absurd!

So ein dreckiger Ort, mit üblem Gestank und zerfallenen Gebäuden…bla, bla, bla…

Schlussendlich hat uns Venedig sehr gut gefallen und wir können es nur jedem empfehlen. Arrivederci Venezia! Noi abbiamo divertito.

Dies passiert, wenn man auf Leute hört, die noch nie dort waren…bescheuerte Idee! Jedenfalls waren wir schon bei der Ankunft von der Schönheit dieser Stadt überzeugt.

Beim Überqueren der ersten Brücke waren wir verkauft…das Wetter war nahezu perfekt und die Morgensonne funkelte wie tausend kleine Diamanten über den Canale Grande…wunderschön und kein Gestank!

Nach den ersten atemberaubenden Eindrücken machten wir uns auf die Suche nach unserem Hostel. Venedig erwies sich als sehr verwirrend…überall kleine Gassen mit Brücken, alles sieht gleich aus…ein einziges Labyrinth!

An verschiedenen Ecken der Gebäude findet man Strassennamen, na ja, manchmal… Das Hostel fanden wir ohne Probleme.

Was können wir zum Hostel Alloggi Gerotto Calderan sagen?

Erst einmal waren wir sehr positiv überrascht! Bei einem fast unschlagbaren Preis im Herzen Venedigs rechneten wir mit dem Schlimmsten…zu unrecht!

Das Hsotel besteht aus einem Hauptgebäude mit der Rezeption und einem Nebengebäude mit weiteren Zimmern. Alles ist sehr einfach, aber sauber gehalten. Das Personal war nett und hilfsbereit. Nach ein paar Stunden brauchten wir keine Zimmernummer mehr zu nennen um den Schlüssel zu bekommen, man kannte sich bereits.

Wir hatten ein Privatzimmer mit eigenem Bad gebucht. Dieses war zwar sehr klein, aber neu renoviert und ganz hübsch eingerichtet. Wifi gab’s gratis, wie fast überall in der Stadt.

Schlussendlich hat uns Venedig sehr gut gefallen und wir können es nur jedem empfehlen. Arrivederci Venezia! Noi abbiamo divertito.

Achtung: nachts gibt es im Hostel eine Ausgangssperre zwischen 2 und 7 Uhr morgens. Dann kann man das Gebäude nicht betreten! Also besser vorher zurück sein…

Zusätzlich gab’s einen 50% Rabatt aufs Frühstück in der Bar nebenan. Die mit Schokolade gefüllten Cornettos sind ein Traum! Nach dem Check-in wurde die Stadt erkundet…

Einige Schritte vom Hotel entfernt stieg uns der Duft von frisch geröstetem Kaffe in die Nase…

…ein Kaffee wäre jetzt sehr Willkommen!

Also beschlossen wir in diesen kleinen Laden (Torrefazione Marchi) hineinzugehen. Hier servierte man uns den besten Kaffe, den wir bisher jemals hatten! Den Laden erkennt man an den grossen Kaffeesäcken und der gigantischen Röstmaschine im Inneren.

Geh einfach mal hin, es lohnt sich!

An den zwei Tagen erkundeten wir die typischen Wahrzeichen Venedigs, wie die Rialto Brücke und den Markusplatz.

Wir planten uns unsere ganz eigene „Low-Budget-Sightseeing-Tour“, kauften uns ein One-way Vaporetto Ticket für 7,- €, stiegen an der Arsenale Station ins Taxiboot ein und los ging’s! Die schwarze Linie hält an beiden Seiten des Kanals, also an jeder Haltestelle an. So kann man, wenn man bis zur Endstation (Piazzale Roma) mitfährt, ganz Venedig mitsamt seinen Wahrzeichen, auf knapp einer Stunde vom Wasser aus bestaunen, Bootsfahrt inklusive!

Mittag-und Abendessen hatten wir an verschiedenen Orten der Stadt. Pizza und Pasta waren köstlich, allerdings haben Italiener keine Ahnung wie man Pommes macht! Man fährt ja auch nicht nach Italien zum Pommes essen…

Schlussendlich hat uns Venedig sehr gut gefallen und wir können es nur jedem empfehlen. Arrivederci Venezia! Noi abbiamo divertito.

Was uns an Venedig nicht so gefallen hat, war der Service in den Restaurants. Es geht einfach zu schnell!

Wenn man ein romantisches Dinner geniessen möchte, geht man besser in ein Restaurant in den Nebengassen. Die Restaurants an der Rialto-Brücke oder anderen Sehenswürdigkeiten sind vielbesucht und deshalb versuchen die Kellner die Gäste so zügig wie möglich zu bedienen um eine grosse Anzahl an Tischen am Tag abzukassieren. Man hat sein Aperitivo noch nicht fertig getrunken, dann steht schon die Vorspeise auf dem Tisch…nicht sehr romantisch!

Wie auch immer, zurück zu den schönen Dingen wie Gelato…es gibt nirgendwo besseres Eis als in Italien….Mmmmmhhhh! Auf die klassische Gondelfahrt haben wir verzichtet. Mit 80-100,- €/Stunde überliessen wir diesen Spass lieber den asiatischen Touristen , die für eine Gondelfahrt über Leichen gehen würden!

Was uns aber am allermeisten an Venedig beeindruckt hat, war etwas absolut nicht-touristisches: der Alltag.

Egal ob der Getränkelieferant oder der Bauarbeiter, jeder und alles kommt hier mit dem Boot an und das Material wird dann in einem mühseligen Kraftakt mit kleinen Karren über die Brücken, Treppen und durch die engen Gassen transportiert.

Sogar die Müllabfuhr ist hier zu Fuss mit einem Karren unterwegs… Eben ganz anders als bei uns. Hier sind noch Muckis und Kondition gefragt!

Schlussendlich hat uns Venedig sehr gut gefallen und wir können es nur jedem empfehlen. Arrivederci Venezia! Noi abbiamo divertito.

Die bewegten Bilder zu unserem Venedig-Trip gibt’s hier unten:


 

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