Bosnien und Herzegowina: lohnt sich ein Abstecher mit dem Camper?

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Hört man Adria Magistrale, so denkt man sofort an die Länder Slowenien, Kroatien und Montenegro. Aber wusstest du, dass ein kleiner Teil der beliebten Küstenstrasse sogar durch Bosnien und Herzegowina führt? Wir hatten diesen Teil der Strecke bei der Planung fast übersehen und uns dann gefragt:

Lohnt sich ein Abstecher nach Bosnien und Herzegowina?

Abstecher in dem Sinne, dass wir uns nicht nur an die knappen sechs Kilometer Küstenstrasse halten, sondern auch in’s Landesinnere fahren.

Wir haben uns nach kurzem Überlegen für den Mini-Trip nach Bosnien entschieden. So sind wir in der Nähe von Dubrovnik die Grenze passiert. Der Übergang verlief reibungslos und schon waren wir drin! Und einen neuen Stempel gab’s sogar auch für die Reisepässe.

Der erste Eindruck des Strassennetzes war sehr gut. Keine Schlaglöcher, alles schön geschmeidig und der Fahrstil der Bosnier ganz in Ordnung… Nachdem unsere Navigationsapp wieder mal meinte, sie müsse uns im Abenteuermodus über eine Schotterpiste hetzen, haben wir aber recht schnell wieder auf die Nationalstrasse zurückgefunden.

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Es ging über die M6 Nationalstrasse nach Mostar. Und wir müssen zugeben dass die Landschaften die uns umgaben doch sehr beeindruckend waren. Felsig karg mit den schneebedeckten Dinarischen Alpen im Hintergrund…faszinierend!

So hätten wir und Bosnien und Herzegowina nicht vorgestellt.

Nichtsdestotrotz begegnen wir unterwegs auch wieder den typischen Wildmüll-Deponien und enormen Plastikablagerungen. Diese Bilder begleiten uns immer wieder auf unserer Balkantour und machen uns nachdenklich…

Und dann waren wir an unserem ersten Sightseeing-Spot:

Mostar – UNESCO Weltkulturerbe

Die Altstadt samt ihrem Wahrzeichen, der Stari Most Bogenbrücke, gehören seit Juli 2005 dem UNESCO Weltkulturerbe an. Zurecht! Bedenkt man, dass die Brücke 1993 im Bosnienkrieg durch den Beschuss der Kroaten komplett zerstört wurde und danach in jahrelanger Arbeit wieder komplett hergestellt.

 

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Heute verleiht die Bogenbrücke der Altstadt ein majestätisches Erscheinungsbild und ist einfach nur wunderschön. Genau so wie die Altstadt von Mostar. Der Bazar, kleine Läden die sich eng aneinanderreihen, geben einem das Gefühl in einem 1001 Nacht Märchen zu sein. Es wirkt alles sehr orientalisch. Das gefällt uns!

Eine kleine Steinbrücke, welche als Fussgängerweg dient, erweckte unsere Aufmerksamkeit. Hier stand eine weitere UNESCO Infotafel. Zu unserem Überraschen lesen wir darauf, dass Luxemburg an der Finanzierung des Wiederaufbaus dieser historischen Brücke beteiligt war. Wie cool!

Traditionelle Küche 

Es gibt zahlreiche Restaurants in der Altstadt. Und natürlich wollten wir traditionell essen. Schliesslich sind wir nicht jeden Tag in Bosnien und Herzegowina! Also suchten wir uns ein Restaurant mit einer Auswahl an bosnischen Gerichten aus.

Die Wahl fiel auf eine lokale Fleischplatte für zwei Personen und Baklava als Dessert. Lecker!

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Danach machten wir uns auf den Weg zurück zum Van. Denn es war schon dunkel und wir wollten eigentlich an einem ganz besonderen Ort übernachten.

Übernachtungs-Tipp für Mostar:

Wenn du mit dem Camper unterwegs bist und eine schöne Aussicht auf die ganze Stadt haben möchtest, dann begib dich zum Berg Hum. Du kannst ihn nicht verfehlen, denn das 33 Meter hohe Kreuz kann man unten von der Stadt aus schon sehen. Eine kleine, aber gute Strasse führt hinauf zum Kreuz. Doch dieser Ort ist viel mehr als nur ein Übernachtungsplatz. Von hier aus wurde Mostar im Bosnienkrieg massiv bombardiert. Die Schäden sind heute noch zum Teil sehr gut zu erkennen...

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Am nächsten Tag hiess es schon wieder Abschied nehmen von diesem spannenden Land. Doch bevor es zurück nach Kroatien ging, wollten wir uns noch zwei weitere Sehenswürdigkeiten anschauen.

Sie lagen alle beide auf dem Rückweg, also passte das ganz gut!

Blagaj

Aus zwei Gründen wollten wir diesen Ort besuchen:

  1. Wir waren noch nie in einem „muslimischen Kloster“
  2. Hier befindet sich die Karstquelle Vrelo Bune, aus welcher der Buna Fluss entspringt

Was ist eine Tekke?

Der Begriff Kloster trifft es nicht ganz… Eine Tekke ist eher ein Ort der zum Rückzug oder Schutz dient. Im Gegensatz zu den uns bekannten Klosteranlagen, ist diese Anlage nicht bewohnt. Sie wird immer nur zu Gebetszeiten aufgesucht.

Die Tekke kann man besuchen. 5 KM (+- 2,5 EUR) kostet der Eintritt. Die Anlage ist recht klein und man ist schnell durch. Die Räumlichkeiten dürfen nur ausserhalb der Gebetsstunden von nicht-muslimischen Personen betreten werden. Und auch dann gilt bedeckte Knie, Schultern und Kopftuch für die Frauen.

Jedes Jahr im Mai strömen zahlreiche Pilger zur Tekke nach Blagaj.

Wir fanden den Besuch sehr spannend. Allerdings fanden wir die vielen Souvenirläden und Restaurants ein bisschen fehl am Platz. Idyllisch und ruhig wirkt das nicht…vor allem in den Sommermonaten!

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Die Bunaquelle 

Gleich neben der Klosteranlage befindet sich eine Höhle. In ihr entspringt der Fluss Buna. Die Vrelo Bune ist die stärkste Quelle des Landes und eine der grössten von Europa.

Durchschnittlich strömen 43.000 Liter Wasser pro Sekunde aus dem Höhlenschlund. Dagegen ist die Blue Eye Quelle in Albanien ja nichts!

Nach dem kurzen Abstecher nach Blagaj ging die Reise durch Bosnien und Herzegowina weiter zu den

Kravica Wasserfällen

Gleich neben dem kleinen Ort Studenci findet man diese bekannte Attraktion. Schon die Grösse des Parkplatzes lies uns erahnen, wieviele Leute sich hier im Sommer tummeln.

Die Schranke war nicht vorhanden, also fuhren wir einfach so auf den riesigen Parkplatz auf. Laut Infotafel ist er kostenpflichtig. Doch es schien niemanden zu interessieren…

Oben am Parkplatz konnten wir sie schon ein erstes Mal kurz erblicken: die Kravica Wasserfälle.

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Nächster Schritt: am Kassenhäuschen Eintritt zahlen. Ausserhalb der Saison kostet es 8KM (+- 4 EUR), von April bis Oktober 10KM (+- 5 EUR).

Und obwohl die Wasserfälle unter Naturschutz stehen, darf man im Sommer drin baden. Ein paar Treppen führen hinunter zu den Fällen. Die Höhe der Wasserfälle variiert zwischen 26 und 28 Metern. Und die Wassermassen stürzen einen 120 Meter breiten Hang hinab. Ganz schön beeindruckend!

Früher gab es zahlreiche Mühlen um die Kravica Wasserfälle herum, heute ist es ein beliebtes Badeziel.

Und somit war unser kleiner Abstechen nach Bosnien und Herzegowina auch schon beendet.


Fazit zu Bosnien und Herzegowina:

Für uns ist klar, das Land verdient es besucht zu werden.

Wir haben uns die ganze Zeit über sicher gefühlt. Die Menschen sind sehr freundlich, hilfsbereit und stolz dass man ihr Land besucht. Auch beim Frei stehen auf dem Berg Hum haben wir uns zu keinem Zeitpunkt unwohl gefühlt.

Zu unserem Überraschen gibt es ziemlich viele Camping-/Stellplätze in Bosnien. Klar, sie sind sehr einfach gehalten, doch wesentlich günstiger und familiärer als die Plätze in Kroatien! Generell lässt es sich sehr günstig durch’s Land reisen. Sogar im touristischen Mostar waren die Preise völlig in Ordnung.

Wir kommen jedenfalls zurück und dann etwas intensiver und länger. Denn Bosnien und Herzegowina hat beeindruckende Landschaften und es ist ein Land mit viel Geschichte!


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