Girls on the Road: Vanlife für Mädels

Vanlife Maedels Make-up Beauty

Wenn man sich dafür entscheidet die meiste Zeit seines Lebens in einem Van zu reisen oder womöglich sogar zu leben, dann ist es als Frau nicht immer so leicht sich diesem Lifestyle anzupassen…

Doch mit ein wenig Know-How und ein paar Kompromissen, kann man auch sehr gut in einem Van wohnen!

Vanlife für Mädels

In diesem Artikel gebe ich dir Ratschläge und zeige dir meine wichtigsten Begleiter (neben meiner besseren Hälfte) „on the Road“.

Vor einem Jahr habe ich das reguläre Leben gegen das Vanlife eingetauscht. Und, habe ich es bereut? Nein!

Anfangs hatte ich einige Zweifel, ob ich mit einem dauerhaften Leben „auf der Strasse“ klarkommen würde… Immerhin ist der Platz in einem Van begrenzt und du musst dir genau überlegen, welches Zeugs für dich wichtig ist und auf was du verzichten kannst.

Es bleibt kein Platz mehr für Dinge wie 20 verschiedene Pflegeprodukte, 10 Paar Schuhe, sechs Taschen usw. Ich musste mich von Dingen trennen, die für manche Frauen absolut notwendig sind.

Ja, auch in meinem früheren Leben waren Drogerie-Produkte wie wohlduftende Ganzkörperlotionen, Handcremes, Make-up, Nagellack, Haarspray und pflegende Haarprodukte ein fester Bestandteil der Badezimmer-Einrichtung. Genauso wenig durften Haartrockner, Lockenstab und Glätteeisen nicht fehlen!

Heute fällt es mir schwer nachzuvollziehen, warum ich diese Dinge alle haben musste?! Vanlife kann auch mit wenigen Dingen richtig cool sein.

Doch was nimmt man denn jetzt als Frau mit auf Tour?

Nun, meine Liste ist recht übersichtlich:

Kleidung:

Wie gesagt, 6 Quadratmeter Wohnfläche sind nicht viel. Da muss die Kleiderwahl gut überlegt sein!

Ich mache es immer so, dass ich NIE meine ganze Garderobe mit auf Tour nehme. Immerhin haben wir ja noch eine Homebase in Luxemburg und diese erweist sich für diese Zwecke als äusserst praktisch.

Es ist also von den Destinationen abhängig, wie sich die Van-Garderobe zusammenstellt.

Des weiteren habe ich mich schon bei unserem Hausverkauf Ende 2015 von einem Grossteil meiner Klamotten getrennt und nur noch die Lieblingsstücke behalten. Und diese Teile besitze ich heute noch! Es wird nur noch geschoppt wenn etwas ersetzt werden muss.

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Schuhe:

Ich war noch nie ein Fan von Highheels. Umso einfacher fiel es mir mich von diesen zwei Paar Schuhen zu trennen.

Meine ständigen Begleiter sind nach wie vor:

  • ein Paar Chucks. Die guten alten All-Stars kommen eben nie aus der Mode…
  • Bade Flip-Flops, für den Strand oder zum Duschen
  • ein Paar Sandalen „Birkenstock-Style“. Damit laufe ich stundenlang mehrere Kilometer ohne Probleme.
  • meine geliebten LOWA-Wanderschuhe
  • Vibram Five Fingers sind eine willkommene Abwechslung zu normalen Sportschuhen und ich kann damit, sowohl über die Strasse, als auch durchs Wasser laufen!

Mein ganzes Schuhwerk (bis auf die klobigen Wanderschuhe) passt in einen kleinen Packwürfel, welcher ganz einfach im Van zu verstauen ist.

Schmuck und Accessoires:

Von Schmuck und Accessoires habe ich mich schon lange getrennt. Geblieben sind nur noch mein Verlobungs- und Ehering, zwei Hippie-Ketten, zwei Paar Holzohrringe und ein Gürtel.

Pflegeprodukte:

Was das ganze Beauty-Zeugs angeht, habe ich eine sehr wichtige Lektion gelernt:

Du bist auch schön ohne Make-up!

Früher hab ich mir ständig irgendetwas ins Gesicht geschmiert. Doch heute weiss ich, dass ich meiner Haut mit der Verbannung dieser Produkte einen grossen Gefallen gemacht habe. Sie fühlt sich besser an denn je! Und das einzige was ich noch an meine Haut lasse sind Wasser, Seife und manchmal etwas Kokosöl

Make-up:

Make-up besitze ich bis auf eine Tube Mascara keins mehr. Und sogar das Mascara wird porös, weil ich es so selten nutze…

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Körperhaare entfernen:

Zum Entfernen der Körperhaare nutze ich simple Wegwerf-Rasierer ohne Schnickschnack. Nix mit Aloe Vera-Beschichtung, zehnfacher Klinge und was weiss der Teufel… Eine Wachskur wäre vielleicht effektiver, ist mir persönlich aber zu umständlich. Und diese Wachsstreifen bringen’s auch nicht und sind viel zu teuer!

Duschgel:

Beim Duschgel haben wir uns für eine biologisch-abbaubare Seife entschieden, da wir unterwegs auch mal „Wild-Duschen“. Klar wissen wir, dass auch diese Seifen nicht zu 100% aus Naturstoffen hergestellt sind. Und doch enthalten sie weniger Schadstoffe als gewöhnliche Duschgels. Des weiteren nutzen wir die Seife auch manchmal zum Wäsche waschen oder Abwasch machen.

Unsere Favoriten bisher:

Shampoo:

Hier wird’s etwas kniffliger…

Anfangs habe ich versucht auch meine Haare mit den oben genannten Seifen zu waschen und zu pflegen. Die Haare wurden dadurch allerdings ziemlich widerspenstig und trocken… Also habe ich es mit Aleppo Seife (Savon d’Alep) versucht:

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Aleppo Seife – 200 g – handgefertigt – 20% Lorbeeröl, 80% Olivenöl – Savon d’Alep

Schon besser…aber noch nicht optimal.

Dies ist auch der Grund, weswegen ich noch immer ein gewöhnliches Shampoo aus dem Supermarkt mit mir führe. Dieses kommt dann bei normalen Duschgängen mit Abfluss in die Kanalisation zum Einsatz. Vielleicht muss ich mich auch einfach nur an die Aleppo-Seife gewöhnen 🙂 Ich setze sie einfach weiterhin ein…

Jaja, ich weiss…Mädels und ihre Haare!

Solltest du eine weitere Empfehlung auf natürlicher Basis für mich haben, dann immer her damit!

Allgemeine Haarpflege:

Was meine langen Haare ansonsten angeht, besitze ich noch eine kleine Haarbürste und ein paar Haargummi’s. Sonst nix!

Ah ja! Da wäre noch eine häufig gestellte Frage:

Wie trocknet man Haare im Van?

Nun…überhaupt nicht!

Wenn wir im Van reisen, ist nix mit Föhn. Unsere Stromanlage ist nicht dafür geeignet und ich möchte mein mobiles Zuhause ja nicht abfackeln!

Nach dem Haare waschen rubble ich die Haare kräftig mit dem Handtuch ab und das muss reichen. Meistens binde ich die Haare zu einem Dutt zusammen oder flechte einen Zopf. Dass die Haare dabei nass sind und nur sehr langsam trocknen stört mich nicht.

Ich hab‘ mich schon so daran gewöhnt, dass ich die Haare auch ausserhalb des Vans nur noch selten maschinell trockne.

Menstruation:

Ein stets heissdiskutiertes Thema und jeden Monat muss Frau damit klarkommen…

Doch was ist denn jetzt die beste Handhabung wenn man mit dem Van unterwegs ist? Eine genaue Antwort kann ich dir dazu nicht geben. Dies muss wohl jeder für sich selbst und nach seinem Wohlbefinden entscheiden.

Was ich dir aber mit auf den Weg geben kann, ist meine neueste Erfahrung:

Bis vor kurzem waren Tampons und Damenbinden meine ständigen Begleiter. Wirklich glücklich war ich damit nicht und kostspielig sind diese monatlichen Utensilien auch noch.

Schon oft hatte ich von diesen sogenannten „Menstruationstassen“ gehört und gelesen, mich aber noch nie dazu überwunden mir selbst eine anzuschaffen…

Doch seit unserem letzten Frankreich-Trip ist diese kleine Silikonschale auch mein neuer Begleiter.

Warum? Weil es mir Kosten erspart und meinem Körper besser bekommt als Wattetampons. Ja, es ist mit etwas Aufwand verbunden und anfangs etwas schwierig mit der Handhabung…doch nach ein, zwei Tagen hat man den Dreh raus.

Ich möchte jetzt keine grosse Erklärung abgeben, was eine Menstruationstasse ist und wie man sie anwenden muss. Denn das hat die Kollegin Selena von Whatabus schon einwandfrei in einem Artikel geschildert 🙂 Lies ihn dir einfach mal durch!

Ich bin jetzt jedenfalls überzeugte Nutzerin und werde Tampons und Co. in Zukunft den Rücken kehren.

Bei Interesse habe ich dir hier eine Menstruationstasse verlinkt:

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Deluxe Menstruationstasse Moskito aus medizinischem Silikon, Menstruationskappe inkl. Natur Reinigungsbürste, Beutel & Geschenkbox

Wie denkst du jetzt über das Thema Vanlife für Mädels? Könntest du dir ein solches Leben vorstellen oder sagst du eher „Nee, Vanlife ist nix für mich…“

Ich persönlich fühle mich freier, seit ich dieses ganze Beauty-Zeug nicht mehr mit mir herumschleppe. Was man da morgens so alles an Zeit spart…erstaunlich!

Und was die Klamotten betrifft, zieht man sowieso immer nur die Lieblingssachen an, oder nicht? Sachen in denen man sich nicht wohl fühlt, hängen immer nur im Kleiderschrank rum und verstauben im hintersten Teil… Ich wette du weisst was ich meine!

Also merke: Vanlife für Mädels ist nicht komplizierter als für Männer!

P.S. Eine Sache habe ich noch vergessen! Ich besitze eine kleine Flasche Nagellack, weil ich bunte Zehennägel einfach schöner finde 😉



 

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4 Kommentare

  • Super Tipps, danke Tascha! Das mit dem Shampoo ist auch noch mein Problem. Aleppo-Seife will ich noch probieren. Lavaerde soll ja auch ganz toll sein, kommt auch auf meine Probier-Liste. Am besten wäre ja „NoPoo“ – also gar nicht mehr waschen sondern nur noch (sehr viel) bürsten. Wie wär’s damit? 🙂
    Und yessss, Menstruationstasse for the win! 🙂
    Liebe Grüße aus dem Van (in Bilbao)!
    Mandy

    • Hi Mandy!

      Ja, so ganz ohne Shampoo wäre ja toll…weiss aber nicht ob ich das durchhalten würde.
      Nach einer Woche ohne Haarwaschgang fühlt sich das schon nicht mehr so toll an, vor allem in wärmeren Regionen wo man viel schwitzt 😉
      Von Lavaerde hab ich auch schon gehört.
      Vielleicht teste ich das auch mal aus…

      LG aus Frankreich
      Tascha

  • Ich habe angefangen Khadi Indisches Shampoo zu benutzen. Das Puder wird mit wasser gemischt einfach ins Haar 10-15min warten und einfach auswaschen. Man braucht echt nicht viel da meist die haarspitzen ja fettig sind und man muss nicht unter der dusche stehen bleiben. Meist schmier ich mir die paste ins haar stetz mich irgendwo hin lese ein bisschen und dann kurz auswaschen. Am anfang gewöhnungsbedürftig da es nicht schäumt un die Haare sich etwas anders anfühlen aber super für unterwegs

    • Hi Stella!
      Danke für den Tipp. Klingt gut…Ich werd’s mir mal merken und bei Gelegenheit austesten 🙂

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