Packen für den Roadtrip – mehr als nur die Basics!

Packen für den Roadtrip will gelernt sein!

Für uns gibt es im Moment nichts Schöneres als mit unserem Van „Betty“ durch Europa zu tingeln. Doch schon beim ersten Testlauf, einem dreiwöchigen Trip durch Frankreich, Österreich und Italien, haben wir festgestellt, dass wir beim Packen noch lange nicht an alles gedacht hatten…

Damit du für deinen ersten Roadtrip perfekt gerüstet bist, werden wir dir die wichtigsten Utensilien hier vorstellen.

Bei einem Roadtrip mit Camper Van, Bus oder Wohnmobil ist dein fahrbarer Untersatz gleichzeitig dein zuhause. Da gehört die richtige Küchenausstattung, Reinigungszeug, Verpflegung sowie Elektrogeräte zur Grundausstattung.

Also was packen für den Roadtrip?

Wir haben uns folgende Grundausstattung zugelegt:

 

packen für den Roadtrip

Schlafzimmer:

  • Bettzeug: 2 Kissen und 1 Bettdecke
  • Bettlaken und Kissenbezüge in zweifacher Ausführung. Wenn du länger unterwegs bist, kannst du das Zeug austauschen und waschen.
  • Matratzenschoner: da unsere Sitzbank sich am Abend zum Bett verwandelt und wir nicht auf den schönen lila Sitzbezügen schlafen möchten, haben wir uns einen Matratzenschoner gebastelt. Aus dem Überzug unserer IKEA-Schaumstoffmatratze (die wir für die Sitzbank in Einzelteile zerlegt haben) haben wir uns zwei gleiche Stücke ausgeschnitten und an den Rändern umgenäht. Somit haben wir den Schoner in doppelter Ausführung zum regelmässigen Austauschen. Cool oder? Ein regulärer Matratzenschoner tut’s auch…wir wollten es halt nach Mass und konnten somit den ursprünglichen Überzug noch verwenden, anstatt ihn entsorgen zu müssen.
  • Wäschekorb: Wir nutzen ihn aber nicht für schmutzige Wäsche, sondern packen unser Bettzeug rein um es im Schrank neben dem Bett zu verstauen.

Bad / Spüle:

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  • Edelstahl-Schüssel: für die einen ist es ein Hundefressnapf, für uns das Waschbecken und die Spüle…
  • Seife: wir haben uns für die Magic Soap von Dr Bronner entschieden, weil wir dachten wir könnten sie für alles einsetzen. Beim Geschirrspülen hat sich jedoch erwiesen, dass die Seife absolut nicht geeignet ist, weil sie das Fett nicht löst. Also musste das gute alte „Spüli“ doch wieder her. Für’s Duschen und Haare waschen ist die Seife allerdings perfekt!
  • Spül-Schwämme: zum Abwaschen von Tellern, Töpfen und Co.
  • Stahlwolle: zum Entfernen von hartnäckigem Schmutz in Pfannen und Töpfen
  • Küchentücher: zum Abtrocknen des Geschirrs
  • Badetücher: hier schwören wir auf unsere Reisetücher. Sie sind leicht, schnell trocknend und lassen sich kompakt verstauen.
  • Superabsorber: zum Befüllen des Notfall-Klo’s, welches aus einer Eimer-Toilette besteht
  • Solardusche: für’s Duschen im Freien, wenn mal wild-campen ansteht…UPDATE: Die Solardusche hat es nicht geschafft…Die Naht ist schon beim ersten Duschgang geplatzt. Jetzt stinken wir gemeinsam oder suchen uns einfach andere Dusch-Alternativen unterwegs 🙂
  • Duschvorhang: wir befestigen ihn an den Hintertüren unseres Vans, welche als Seitenwände dienen. Somit hat man beim Duschen im Freien einen kleinen Sichtschutz… UPDATE: Da wir keine Solardusche mehr haben, wurde der Duschvorhang auch verbannt.
  • The Scrubba Wash Bag: die kleinste Waschmaschine der Welt. Der Waschsack eignet sich perfekt zum Notfall-Wäsche machen und lässt sich nachher wieder klein zusammenrollen. Schau dir hier unser Video dazu an! Alternativ kann man auch einen regulären Drybag oder Plastikkanister benutzen und diesen zum Beispiel mit Steinen oder Murmeln füllen…
  • Wäscheleine: ein normales Seil mit ein paar Wäscheklammern zum Aufhängen nasser Wäsche

Küche:

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  • Edelstahltopf mit abnehmbarem Nudelsieb: kann multifunktional eingesetzt werden…das Nudelsieb eignet sich ebenfalls zum Salat waschen, Warmhalten von Tortillawraps oder Dünsten
  • Bratpfanne: wir verzichten auf Teflon-Pfannen, da man zu sehr auf die Beschichtung achten muss. Eine klassische Edelstahlpfanne, welche wir mit Stahlwolle reinigen können finden wir besser
  • Teekessel: bei der Suche nach einem geeigneten Teekessel haben wir die Miniatur-Variante in einem Campingshop gefunden und sind äusserst zufrieden damit
  • Messer, Gabel und Löffel: haben wir uns in dem grossen schwedischen Möbelhaus besorgt. Unsere Ausstattung besteht aus jeweils 2 Steak-Messern, 2 Gabeln, 2 Esslöffeln, 2 Teelöffeln und einem 3-teiligen Messerset zum Gemüse- und Fleisch schnibbeln.
  • Holzlöffel: zum Umrühren von Nudeln oder Sonstigem in der Pfanne…
  • Pfannenwender: wir lieben Burger, also ist der Pfannenwender ein Muss!
  • Teller: jeweils 2 grosse und 2 kleine Teller aus Melamin, damit nichts zu Bruch gehen kann. Hier gibt es auch tolle Alternativen aus Bambus
  • Kork-Untersetzer: für heisse Töpfe und Pfannen
  • Holz-Schneidebrett: zum Schneiden von Gemüse, Fisch und Fleisch
  • Korkenzieher: für Weinliebhaber wie uns ein sehr wichtiges Utensil!
  • Plastik-Weingläser: eignen sich auch als normale Trinkbecher und sind bruchfest
  • Kaffee-/Teetassen: gehören einfach zur Grundausstattung dazu
  • 12V-Kaffeemaschine: wir haben anfangs geglaubt, dass die vererbten Handfilter aus Echtsilber die perfekte Lösung fürs Leben im Van seien… Diese waren ausserhalb des Campinggeländes aber eher problematisch zum Säubern. Also haben wir uns doch ein klein wenig Luxus gegönnt und eine 12V-Kaffeemaschine besorgt. Sie funktioniert über den Zigarettenanzünder. UPDATE: Die Kaffemaschine war nach ein paar Wochen hinüber… Wir benutzen jetzt einen regulären Espressokocher. Manchmal ist einfach doch das Beste…
  • Stabfeuerzeug: zum „Entflammen“ des Gasherds
  • Holzkohlegrill: immer nur im Van kochen wird auf Dauer langweilig. Ein kleines Barbecue ist da eine willkommene Abwechslung!

Verschiedenes:

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  • Packwürfel: für unsere Kleidung und die Moral ein Kleiderchaos innerhalb den Schränken zu vermeiden
  • Multitool: für jede Gelegenheit. Man weiss ja nie…
  • Kopflampe: wenn die LED-Beleuchtung im Van ausfällt oder einfach zum nächtlichen Klogang, Wandern oder Bücherlesen im Freien
  • Feuerlöscher: wir haben zwei installiert, einen in der Fahrerkabine und einen neben der Küchenzeile
  • Mückenschutz: in Italien wurden wir im Schlaf Opfer einer knallharten Moskito-Attacke! Da Betty keine Fenster im Laderaum hat, die man mit Moskitonetzen ausstatten könnte, mussten wir improvisieren… Also haben wir unsere Geschirrspültücher mit Teebaumöl beträufelt und an die teils-geöffneten Seitenfenster der Fahrerkabine angebracht. Zusätzlich haben wir uns ebenfalls mit Teebaumöl eingeschmiert und es hat tatsächlich geklappt! Die Mückenstiche blieben aus. Mittlerweile sind wir mit einem Mückennetz aus dem Baumarkt gerüstet, das wir an unserem Sichtgitter zwischen Fahrerkabine und Laderaum angebracht haben
  • Ventilator: in den südlichen Teilen Europas kann es schnell brühend heiss werden. Steht man unauffällig in einer Stadt zum Übernachten, muss man auf das grosszügige Öffnen der Türen verzichten. Dabei sind wir in Italien ganz schön ins Schwitzen gekommen und haben uns entschlossen Hilfe in Form eines, über USB wieder aufladbaren, Mini-Ventilators zu holen
  • Sonnensegel: klassische Wohnmobile sind mit einer Markise ausgerüstet, wir haben uns für ein Sonnensegel entschieden. Somit können wir uns an sonnigen Tagen etwas Schatten verschaffen und haben bei Regen einen kleinen Schutz. Jetzt denkst du dir vielleicht, warum nicht einfach mit dem Van unter den Bäumen im Schatten stehen? Um unsere Solarzelle optimal nutzen zu können, muss sie tagsüber ein Maximum an Sonnenlicht abbekommen… Also, besser nicht im Schatten stehen!
  • Isomatten: für die Windschutzscheibe und die Seitenfenster der Fahrerkabine. Somit senken wir zusätzlich die Temperatur im Inneren des Vans
  • Camping Tisch mit 2 Stühlen: für unser Outdoor-Wohnzimmer, zum draussen Arbeiten und Essen

Mobiles Büro:

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Unser mobiles Büro ist unsere Existenz!

Viele fragen sich, wie wir uns anstellen, damit wir in unserem rollenden zuhause auch arbeiten können.

Nun, es ist nicht immer leicht. Trotzdem sind wir so ausgerüstet, dass wir Betty zum Arbeiten theoretisch nicht verlassen müssten…

  • Notebooks: unsere Herzstücke zum Arbeiten, egal ob on- oder offline.
  • mobiler Wi-Fi Hotspot : der Glocalme hat uns schon oft aus der Patsche geholfen. Wenn es nur mässiges oder gar kein Internet gibt, ist dieses mobile Wi-Fi Gerät schon echt praktisch. Der Glocalme funktioniert mit einer Cloud-SIM, welche sich automatisch in das lokale Handynetz einschleust. Über einen Passwort-gesicherten Hotspot ist es uns somit möglich im Netz zu arbeiten. Das Gerät wird mit Datenpaketen über Internet betankt und du kannst über die Anzeige genau verfolgen wieviel Volumen du verbrauchst.
  • Videokamera: zum Erstellen unserer Youtube-Videos
  • Nikon-Fotokamera: für die coolen Nahaufnahmen
  • Sony-Actioncam: für Offroad- und Wasseraufnahmen
  • Powerbank: zum Aufladen unserer mobilen Geräte. Der Lumsing ist kompakt, nicht zu schwer und passt perfekt in jede Tasche oder Rucksack. Somit geht uns der Saft ausserhalb des Vans auch nicht aus.

packen für den Roadtrip

Die richtige Planung!

Doch nicht nur eine gute Grundausstattung ist wichtig…

…ein Roadtrip sollte auch richtig geplant sein!

Hätten wir anfangs nicht gedacht, wurden aber eines Besseren belehrt…

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Während unseres dreiwöchigen Roadtrips hatten wir öfters Probleme mit dem Internet. Dies hinderte uns massiv an unserer Arbeit. Entweder war das Signal schlecht (Video-hochladen stand ausser Frage) oder es gab überhaupt kein Wi-Fi.

Des weiteren waren 4.200 Kilometer ein zu grosses Pensum für nur drei Wochen. Wir sind eher als „Slow-traveler“ bekannt, was uns ermöglicht einen Ort intensiv zu erkunden. Reist man zu schnell, bekommt man nichts mit. Wären wir langsamer unterwegs gewesen, hätten wir die verschiedenen Orte besser wahrnehmen können…

Also bedarf der nächste Trip einer weitaus besseren Planung.

Dazu nutzen wir folgende Smartphone-Apps:

 


HERE Offline Maps : diese App ist einfach unschlagbar! Lade dir zuhause die benötigten Karten herunter und nutze sie unterwegs komplett offline. Wir nutzen die HERE-App als Navigationsgerät im Van.

 

Park4Nightpark4night-app: wurde bei unserem letzten Trip zu unserem absoluten Favoriten unter den ganzen Camping-Apps. Hier findest du Stellplätze (offizielle und nicht-offizielle), wo du über Nacht ungestört parken kannst. Wir wurden an keinem Ort, den wir mit der Park4Night-App angesteuert haben, enttäuscht!

 

Bathroom Scoutbathroom scout-app: zeigt dir wo es öffentliche Toiletten gibt.

Nachteil: die App hat keine Offline-Funktion.

 

WiFi Finderwifi finder-app: findet dir Orte in deiner Nähe, wo es WiFi gibt. Sei es in Hotels, Bars oder Restaurants… Nachteil: die App funktioniert nur online. Eine andere App, die wir gerade testen ist WifiMapper.

 

 

WHA – Work Hard AnywhereWHA-App: diese App zeigt dir Coworking-Spaces, Internet-Cafe’s oder einfach Orte, wo man sich zum Online-arbeiten hinbegeben kann. Nachteil: die App hat keine Offline-Funktion.

 

 

SpeedSpotspeedspot-App: mit dieser App kannst du die Schnelligkeit des Internets überprüfen. Für uns ist dies ein wichtiger Faktor zum Arbeiten. Ist das Signal schlecht, suchen wir uns einen anderen Ort.

 

 

Pilgrim-Coffeeimages: für uns Kaffee-Fans ein gelungener Fund. Die App führt dich zu Bars und Cafes einer Stadt, wo du richtig guten Kaffee bekommst und meistens noch einen gratis Internet-Anschluss dazu!

 

 

GeocachinggeocachingNew-app: Es macht Spass und hält uns fit! Mittlerweile haben wir weitere Vorteile des Geocachings entdeckt, die für einen Roadtrip nahezu perfekt sind: in einem Geocache wird fast immer ein Ort angezeigt, wo man das Auto abstellen kann. Diese Orte eignen sich perfekt zum Übernachten ohne dass man gestört wird!

 

Ja, wir wissen…wir sind Technik-Freaks und ja, wir arbeiten tatsächlich mit all diesem Zeug!

Natürlich könnte man einen Roadtrip auch ganz klassisch mit einer Papier-Strassenkarte oder einem Autoatlas durchziehen. Vielleicht wäre dies auch nostalgischer? Doch für uns ist das nichts…

Wir lieben einfach diese Kombi aus Technik, Natur und Freiheit. Deshalb haben wir uns auch für diesen Lifestyle entschieden!

packen für den Roadtrip


 

Mit diesem Artikel nehmen wir an der BLOGPARADE zum Thema „Reiseplanung“ von unserem lieben Freund Urs vom Philippinen-Blog teil.

Weitere Artikel zu diesem Thema und noch viel mehr findet ihr auf seiner Seite.

 


Erzähle uns von dir! Wohin geht dein nächster Roadtrip und was ist für dich unterwegs unverzichtbar?

Rein damit in die Kommentare!

 

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links / Bildquellen: iTunes, Patascha’s World, pixabay.com 

FM Treffen Freiheitsmobil 2018
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4 Kommentare

  • Boahhh Leute, da abt ihr einen echt vollen Rucksack mit Vorbereitungen aufgezählt. Ich folge euch ja schon länger (aber das wisst ihr ja), aber dieser Roadtrip mit all den Dingen die man dabei beachten muss, da brauchst schon Nerven. Wär wohl nix für mich. Na ja, bin auch schon Ü50, da geb ich mir schon etwas mehr Luxus 😉
    Danke für den Artikel, Liebe Grüsse, Urs

    • Hey Urs,
      Ja, anfangs dachten wir auch „nur ein Paar Sachen und los!“
      Doch dann fällt dir unterwegs auf, dass Moskitos in Italien fast schlimmer als in Costa Rica sind, die Affenhitze im Van dir doch nachts zu schaffen macht und du das „arbeiten von unterwegs“-Konzept noch einmal überdenken und verbessern musst, usw.
      Trotzdem finden wir das Vanleben toll und würden unsere Betty nicht mehr tauschen wollen. Deshalb sind wir auch sehr bald wieder auf Achse!
      Danke für den Kommentar und liebe Grüsse.

    • Hallo Jens!
      Natürlich sind die Begegnungen mit interessanten Menschen unbezahlbar. Und wir lieben nichts mehr als das und fremde Kulturen erkunden…
      Wenn man aber während seinen Reisen von unterwegs aus arbeitet resp. das Reisen seine Arbeit und Leben nennt, ist halt ein bisschen mehr Gepäck als nur ein kleiner Koffer von Nöten 😉
      Liebe Grüsse und danke für den Kommentar!
      Patascha

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