Gerardmer

Über Feen, mysteriöse Seen und die elsässische Küche 

Wir waren schon des öfteren in den Vogesen, vor allem in der Region um Gerardmer. Doch jedesmal wenn wir dort sind, entdecken wir wieder neue wundervolle Orte, wo man die Natur geniessen kann.

Gerardmer kann man eigentlich zu jeder Jahreszeit besuchen: im Winter zum Ski- oder Schlittenfahren, im Frühjahr und Sommer zum Wandern, Fischen oder Wassersport an einem der zahlreichen Seen.

 

Hier sind einige unserer Lieblingsplätze, Restaurants und Unterkünfte, die man auf jeden Fall aufsuchen sollte:

  • Der See von Gerardmer:

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Der See von Gerardmer ist ein klarer Bergsee, der zu den Grössten in den Vogesen zählt (im Departement Lorraine). Dieser See wird das ganze Jahr über von unzähligen Touristen besucht.

Im Winter kann man um den See herum wandern und die Schneelandschaften geniessen, im Sommer kann man sich ein Elektroboot mieten und über den See cruisen.

Der Wanderweg um den See beträgt etwa sechs Kilometer und ist ebenfalls empfehlenswert.

 

  • Geheimtipp: „Der Turm“

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Wir wissen nicht genau, wie dieser Aussichtspunkt heisst, deshalb haben wir ihn „der Turm“ getauft. Jedesmal, wenn wir unten am See von Gerardmer waren, haben wir diesen Turm hoch oben in den Wäldern gesehen und uns gefragt, wie man wohl da hoch kommt…

Dank unserem Hobby, dem Geocachen, haben wir den Weg dann gefunden, da am Fusse des Turms ein solcher „Schatz“ versteckt liegt.

Und obwohl es im Winter untersagt ist, den Turm zu betreten, war unsere Abenteuerlust grösser und wir mussten einfach hoch.

Die Sicht von dort oben hat uns total umgehauen!

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  • Die Feenbrücke:

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Hierbei handelt es sich um einen sehr schönen Wanderweg, der nur eine kurze Autofahrt vom Stadtzentrum Gerardmers entfernt liegt.

Die Route beginnt an einem kleinen Wasserfall und führt zu der Feenbrücke „Le Pont des Fées“ wozu es folgende Legende gibt:

Sie erzählt, dass dort früher den Rittern und Jägern eine wunderschöne Fee erschienen sei. Nachdem die Männer einen, von der Fee angebotenen magischen Trank eingenommen hatten, waren sie willenlos und verbrachten ganze Nächte damit, diese Brücke zu bauen.

Der reale Ursprung des Namens kommt jedoch eher von den dort benannten Fichten „fie oder fée“… Die Legende macht diesen Wanderweg allerdings mysteriöser, den man auf zwei Arten erkunden kann: es gibt einen kurzen Weg, den man auch ohne Probleme mit dem Kinderwagen machen kann, oder man entscheidet sich für die komplette Route, die etwas steiniger ausfällt und bei Regen auch mal zur Rutschpartie wird!

  • Col de la Schlucht:

Diesen Ort haben wir das erste Mal vor allem wegen seiner Bobbahn aufgesucht. Es gibt dort aber noch viel mehr zu entdecken…

Ein Sessellift bringt einen zum Gipfel, wo man dann, entweder mit dem Bob, oder im Winter mit den Skiern wieder nach unten rast.

Man kann vom Col de la Schlucht auch mehrere Wanderwege angehen, unter anderem den Klettersteig „Sentier des Roches“, der als einer der Gefährlichsten im Elsass gilt. Leider hatten wir noch nie die Gelegenheit ihn auszuprobieren (vielleicht fehlte uns auch ein bisschen der Mut…).

Update: Doch, wir waren da! 

  • Der See von Longemer:

Ein Gletschersee, der neben der kleinen Ortschaft Xonrupt-Longemer in einer Höhe von 735 Metern liegt und eine Fläche von 76 Hektar einnimmt. Hier gibt es einen Campingplatz, der im Sommer gut besucht ist. Speziell im Winter hat dieser See seinen ganz eigenen Charme, wenn alles mit gefrorenem Tau bedeckt ist.

  • „Lac des Corbeaux“-der Rabensee:

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Ein weiterer Gletschersee, der in der Nähe von La Bresse liegt und umgeben ist von dichten Pinienwäldern. Manche sagen, der See hätte seinen Namen von den dunklen Pinien, die ihn einbetten und dem Wasser eine fast schwarze Farbe verleihen (was wir allerdings nicht feststellen konnten).

Schwimmen ist hier untersagt, das Fischen allerdings sehr beliebt.

Die Umrundung des Sees schafft man zu Fuss in einer halben Stunde. Man kann den Weg auf anderthalb Stunden verlängern, indem man zum Felsen „La Roche du Lake“ marschiert, von wo man einem wunderbaren Blick auf den See hat.

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Wir haben den See im Sommer wie Winter besucht und jedesmal hat er anders auf uns gewirkt.

  • Der See von Lispach

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Diesen wunderbaren Ort haben wir bei unserem letzten Besuch im Winter entdeckt (wiedermal durchs Geocachen…).

Hier kann man sich auf einen drei Kilometer langen Wanderweg um den See herum begeben. Man ist etwas anderthalb Stunden unterwegs (wenn man keine Geocaches sucht…sonst dauert es wesentlich länger).

Genau deshalb mussten wir auch in der Hälfte des Weges kehrt machen, weil es schon dämmerte und wir keine Taschenlampen mit hatten.

Die ganze Winterlandschaft um den See hat uns total geflasht, alles war von Schnee und Eis umgeben!

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  • Zurück zum Stadtkern von Gerardmer

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Hier gibt es ein ganzes Bündel an guten Restaurants. Die meisten bieten typische Regionalgerichte an, wie Tariflette, heisser Stein, Raclette etc. Hier nennen wir dir unsere Favoriten, die du auf keinen Fall auslassen solltest:

  • La Brasserie du Grizzly:

Das wohl spektakulärste und auch meistbesuchteste Restaurant in Gerardmer. Hier gibt es Spezialitäten aus der Region, präsentiert auf verschiedenen Apparaturen, die einem an den Tisch gebracht werden um das Essen selbst zuzubereiten.

Der perfekte Ort um sich mit Freunden nach einer anstrengenden Wanderung oder dem Skifahren zu stärken und den Wein aus dem Elsass zu probieren.

TIPP: das Grizzly ist eine Art Touristenattraktion und kann sehr schnell voll werden. Es werden keine Reservierungen angenommen…also, der frühe Vogel fängt den Wurm…, sonst muss man unter Umständen lange warten!

  • La Clé des Champs

Als wir vor einigen Jahren das erste Mal dieses Restaurant betraten, wollten wir am Eingang schon wieder kehrt machen!

Wir kamen uns vor wie Alice im Wunderland! Alles ist total kitschig dekoriert mit Zwergen, Feen, Blumen, Pilzen…

Natürlich immer den Jahreszeiten angepasst: an Ostern gibts Häschen, Eier und Gänse, alles in Grün- und Gelbtönen abgestimmt, an Weihnachten fühlt man sich als würde man das Haus des Weihnachtsmannes betreten… Überall Elfen und alles rot-weiss. Mitten im Restaurant gibt es sogar ein „Séparé“, das wie eine kleine Holzhütte aussieht und man drin speisen kann…

Alles ziemlich abgefahren und trotzdem mit einem gewissen Charme! Das Restaurant serviert typisch lokale Gerichte und ist trotz der schrägen Deko echt zu empfehlen.

  • Le Vesuvio

Unser Lieblingsitaliener der Stadt. Fantastische Pizzen und Pasta. Wir lieben das Rinder Carpaccio mit Rucola und gehobeltem Parmesan. Die Einrichtung ist modern und gemütlich.

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Die beliebtesten Unterkünfte der Umgebung sind die typischen Holzchalets, die man mieten kann. In der Zeit hatten wir das Glück gratis in einem Haus von Freunden zu übernachten, doch leider ist dieses inzwischen verkauft.

Bei unserem letzten Besuch entschieden wir uns dann fürs Hotel und fanden diese ziemlich coole Unterkunft.

  • Les Loges du Parc

Das Hotel „Les Loges du Parc“ liegt mitten im Ortskern von Gerardmer in Nähe des Sees und bietet moderne Räume im Blockhütten-Stil an.

Wir gönnten uns etwas Luxus und buchten die Suite mit einem super komfortablen Doppelbett, Parkettboden und grossem modernen Bad mit Jacuzzi. Die Zimmer gibt es wahlweise mit See- oder Bergblick.

Morgens kann man sich an einem kleinen Frühstücksbuffet stärken. Das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit. Im Sommer kann man auch den Aussenpool nutzen.

 

Wenn man sich ein Chalet mietet, kommt man eher in Kontakt mit den Einheimischen. Leider gibt es aber immer einen Mindestaufenthalt von mehreren Tagen…

Somit kommt es nur für eine Nacht nicht in Frage.

Reist man mit Freunden an, ist es definitiv die billigere Variante als ein Hotel und auch viel cooler.

 

Was wir noch so am Elsass mögen sind die kleinen Läden, wie Bäckerei oder Metzgerei. Hier wird noch alles selbst hergestellt und in kleinen Mengen. Kommt man erst um 10 Uhr morgens, muss man damit rechnen, dass die Baguettes schon alle sind!

Unser Lieblingsmetzger, Monsieur Tisserant, hat seinen Laden in Xonrupt-Longemer und bereitet die besten Grillspiesse der Welt zu…

Hat dir unsere kleine Führung durch Gerardmer und Umgebung gefallen, oder dich vielleicht inspiriert dieser Region mal einen kleinen Besuch abzustatten? Dann lass es uns wissen!

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