Bali

Im März 2011 besuchten wir die wunderschöne Insel Bali.

Es war überhaupt unser allererster Trip nach Südostasien und wir waren sehr aufgeregt, was uns dort erwarten würde…fremde Kulturen, Essen, Traditionen!

Wir buchten unseren Flug mit Singapore Airlines und kombinierten unseren Trip mit einem fünftägigen Stopover in Singapur.

Hard Rock, We visited the beautiful island of Bali

Als Unterkunft in Bali wählten wir uns das Hard Rock Hotel in Kuta aus, was uns von Freunden empfohlen wurde. Und da wir eh absolute Hard Rock Fans sind, passte das wie die Faust aufs Auge!

Es ist ein sehr cooler Hotelkomplex, geile Centerstage-Bar mit Livemusik jeden Abend, riesigen Poolbereich mit kleinen Holzhütten rundherum, die man sich mieten kann um zu relaxen, grosser Spa-Bereich (den wir aber nie genutzt haben), etc.

Eine coole Bude, ganz im Hard Rock Style, so wie wir es kennen, leider nur sehr teuer!

Da wir die ganze Insel erkunden wollten, zu feige waren uns ein Mietauto zu besorgen (Linksverkehr etc.) und keine gebuchten Pauschaltouren mit zwanzig anderen Touris ertragen würden, suchten wir uns einen „Fahrer“…

Wir trafen auf Arya, einen netten Mann, der am Tourenschalter im Hotel arbeitete. Er bot uns netterweise an uns an seinem freien Tag herumzuführen und wir schlugen ein. Anfangs waren wir etwas skeptisch, ob es wohl das Richtige war uns einfach so auf einen Einheimischen einzulassen, aber wir stellten später fest, dass es keinesfalls ein Fehler war…es hat sich sehr gelohnt!

So fuhren wir zwei Tage später mit Arya eine kleine, von ihm organisierte Tour mit folgenden Stops:

Goa Gajah:

Unser erstes Ziel war Goa Gajah, die Elefantenhöhle, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Es ist eine Art Tempelanlage, mit heiligen Bädern, einer ehemaligen Tempelküche und der Elefantenhöhle. Diese fällt im Vergleich zum Rest der Anlage recht klein aus.

ACHTUNG: Wenn man eine Tempelanlage betritt, immer aufpassen, dass Knie und Schultern bedeckt sind! Am besten nimmt man sich einen Sarong (Schal) mit auf Tour, womit man schnell improvisieren kann. Balinesen sind streng gläubig und verstehen da keinen Spass! Sowieso sind wir der Meinung, dass man diese Regeln immer respektieren sollte, wenn man schon Zugang zu diesen Orten bekommt.

Der Vulkan – Gunug Batur:

Dieser Ort hat uns in ganz Bali am meisten geflasht! Als Arya mit uns die Strasse hinauffuhr, überraschte uns ein Unwetter. Es regnete in Strömen, man konnte die Strasse fast nicht mehr erkennen!

Oben angekommen entschieden wir uns erstmal etwas im kleinen Restaurant zu essen. Wir waren schon etwas enttäuscht, da der Vulkan, durch den Regen und den ganzen Wolken überhaupt nicht zu sehen war.

Aber die nette Dame im Restaurant versicherte uns, dass der Himmel bald aufklären würde…und das Glück war auf unserer Seite! Nach dem Essen kam die Sonne heraus und die Wolken verzogen sich…

WOW, was für ein Riesenteil! Wir hatten noch nie zuvor etwas so Mächtiges gesehen, überhaupt noch nie einen Vulkan in echt gesehen… Wir können es nicht in Worte fassen. Nicht einmal unsere Fotos vermitteln diese Grösse des Vulkans!

Kedewatan Reis Terrassen:

Die Kedewatan Reisfelder liegen in der Nähe von Ubud, einem kleinen Dorf mit unzähligen Künstlern und Handwerkern. Leider hatten wir uns keine Zeit genommen Ubud intensiver zu erkunden, was wir auf jeden Fall einmal nachholen müssen! Arya hielt mit seinem Wagen an einem kleinen Aussichtspunkt an der Hauptstrasse, damit wir uns die Reisfelder genauer ansehen konnten.

So schön und so grün…

…uns war die Schönheit eines Reisfeldes bis dato irgendwie entgangen (hatten ja auch noch nie eins in Echt gesehen).

Leider war dieser Aussichtspunkt auch das Ziel von anderen Touristen und Einheimischen, die selbstgemachte Holzschnitzereien an den Mann bringen wollten. Somit blieben wir auch nicht sehr lange und setzten unsere Tour fort zum…

Monkey Forest:

…dem Affenwald. Hier gibt es eigentlich nicht viel zu sagen: ein Wald mit schön angelegten Wegen, viele Touristen und freche Affen! Diese Affen wissen genau was zu tun ist, wenn es darum geht den Touris irgendetwas zu stehlen (Wasserflasche, Flip-Flop, Bananen, Hut, Kamera, …).

Wir haben mehrere lustige Aktionen der Affen beobachtet, bis Patrick selbst einem Affen ungewollt auf den Schwanz trat!

Oh oh…der Affe war gar nicht mehr amüsiert und zeigte uns nur noch seine tollen, recht grossen Zähne! Wir blieben starr an Ort und Stelle stehen und rührten uns nicht mehr. Wollten wir einen Schritt nach links oder rechts machen um den Affen zu umgehen, blockierte dieser uns den Weg…

…wir fanden es echt nicht mehr lustig…

…unser Trip sollte nicht mit einer Affenbiss-Infektion enden!

Glücklicherweise kam ein Mitarbeiter vorbei, der den Affen ganz locker mit seinen Zeitung verscheuchte…puh!

Zurück im Hotel entschieden wir uns eine kleine Runde um den Block zu machen und wurden von einer riesigen Menschenmenge in den Strassen überrascht…was ist denn bitte hier los?!

Es erinnerte uns an eine Parade, mit prunkvollen Statuen, Blumen und Opfergaben, die von Frauen auf dem Kopf getragen wurden. Alles war so bunt, fröhlich und laut!

Wir fragten uns durch die Leute, was das denn wohl für ein Fest sein könnte und uns wurde gesagt: eine Beerdigung.

Bitte was?! Wir konnten es nicht glauben…dieses prunkvolle fröhliche Fest sollte wirklich eine Beerdigung sein wo niemand weint? Der totale Kulturschock! Aber irgendwie schön…

Wir konnten es uns nicht nehmen und die Bilder auf Kamera festhalten.

Am nächsten Tag relaxten wir am Pool unseres Hotels. Später, als wir wieder zurück im Zimmer waren, bemerkten wir, dass jeder von uns mehrere Anrufe in Abwesenheit von unseren Eltern auf dem Handy hatte…was ist denn bitte  los?

Wir riefen zuhause an und unsere Mütter fuhren uns an, warum wir uns nicht melden würden, ob wir die Nachrichten noch nicht gesehen hätten, ob es uns gut gehen würde…Hääh?

Wir machten den Fernseher an und verstanden dann die Panik: ein Tsunami überrollte gerade Japan! Am Pool hatten wir natürlich den ganzen Tag über nichts davon mitbekommen…

Etwas später bekamen dann auch wir eine schriftliche Tsunamiwarnung des Hotels und wurden gebeten uns keinesfalls in Strandnähe aufzuhalten. Glücklicherweise erreichte die Welle Bali dann doch nicht und wir blieben verschont…

Hard Rock, We visited the beautiful island of Bali

Am nächsten Tag machten wir wieder eine kleine Tour mir Arya, den wir bereits ins Herz geschlossen hatten. Er war so eine liebenswerte Person, hat uns sehr viel über die balinesische Kultur und Religion beigebracht und konnte nicht verstehen, dass es in Luxemburg weder Vulkan noch Strand gibt…

Das Trinkgeld, was wir ihm am ersten Tag unserer Tour gaben, hatte er aufbewahrt und an diesem Tag in seine Opfergabe gelegt (die sich übrigens auf seinem Armaturenbrett im Auto befand). Dies sollte uns auf unserer Fahrt beschützen.

Wir sind total begeistert von balinesischen Opfergaben und sollten vielleicht einmal einen separaten Post darüber schreiben. An dem Tag führte unser Weg uns zu…

Tanah Lot:

…auch bekannt als der Wassertempel. Es ist eine sehr beliebte Touristenattraktion und heissbegehrte Fotovorlage. Wir wollten diesen Tempel auch sehen und hatten Glück…da es etwas bedeckt an diesem Tag war, hielten die Touristenscharen sich in Grenzen. Wir konnten uns den Tempel aber nur von Weitem anschauen, da gerade Flut war und man nicht zum Tempel rüber konnte. Aber egal, war trotzdem schön!

 

Am späten Nachmittag fuhren wir dann weiter zu einer anderen grossen Tempelanlage um uns den Sonnenuntergang anzusehen:

Ulu Watu:

Diese Tempelanlage liegt südlich von Kuta. Sie wurde im 11. Jahrhundert gebaut um Bali vor bösen Geistern zu beschützen. Arya erklärte uns, dass seine Religion es ihm nur zweimal im Jahr erlaubt diesen Tempel zu betreten und gab uns den Rat auf die trickreichen Affen Acht zu geben.

Die meisten Touris kommen zum Ulu Watu Tempel um sich die Kecak-Show (Feuertänzer) bei Sonnenuntergang anzusehen. Wir wollten aber nur den wundervollen Sonnenuntergang und den Blick aufs Meer geniessen.

ulu watu, We visited the beautiful island of Bali

Zum Schluss des Tages bot Arya uns an, bei einem Freund im Restaurant am Jimbaran Beach Halt zu machen um etwas zu essen. Wir hatten keine Ahnung, dass daraus ein Candlelight-Dinner am Strand werden würde…

Jimbaran Beach:

Wir hatten bereits vorher von Jimbaran und seinen schönen Restaurants am Strand gehört. Dieser Ort ist sowohl bei Touristen, als auch bei den Balinesen bekannt. Am Besten man meidet die Wochenenden, da dann viele Einheimische ihre Zeit am Strand verbringen. Im Restaurant angekommen hatte Arya’s Freund uns schon einen Tisch direkt am Strand hergerichtet…

wie geil ist das denn bitte?

Wir konnten unseren eigenen Fisch oder Meeresfrüchte selbst im Aquarium aussuchen…dies wurde dann frisch zubereitet und am Tisch mit Reis und Gemüse serviert…unbeschreiblich lecker!

 

An unserem letzten Tag gingen wir ins Hard Rock Cafe essen (das teuerste Abendessen überhaupt in den ganzen Tagen, und es gab nur Burger).

Das Cafe erstreckt sich über zwei Etagen und hat noch eine Aussenterrasse zum Cocktail schlürfen und abhängen. Das Essen war, wie immer, typisch Hard Rock-Style und lecker. Leider müssen wir sagen, dass wir hier für eine Cola genau soviel gezahlt haben als für ein 3-Gänge Menu im Restaurant nebenan…eigentlich eine Frechheit!

 

Fazit unserer Balireise: Wir sind totale Fans der balinesischen Küche geworden und müssen unbedingt nochmal zurück um die Umgebung von Ubud und den Norden noch intensiver zu erkunden.

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